Katja Runge arbeitet seit vielen Jahren im deutschen Fernsehen – zunächst vor der Kamera, später zunehmend als Autorin und Regisseurin. Ihr beruflicher Schwerpunkt reicht vom Regionaljournalismus bei Radio Bremen bis zu aufwendig produzierten Dokumentationen für ARD und arte. Zu ihren Themen gehören Natur und Reisen ebenso wie Filmgeschichte, Mode, gesellschaftliche Konventionen und Kulturgeschichte. Einem breiteren Publikum wurde Runge außerdem als Partnerin des Schauspielers Oliver Mommsen bekannt. Ihr eigentliches Profil prägen jedoch zahlreiche Fernsehproduktionen, darunter Filme über Rita Hayworth und Sidney Poitier sowie die Dokumentationen „Dress Wars“ und „Gestohlener Ruhm“.

Katja Runge im Überblick

MerkmalAngaben
NameKatja Runge
BerufFernsehjournalistin, Autorin, Moderatorin und Regisseurin
Medienunter anderem Radio Bremen, ARD und arte
Bekannte Arbeiten„Rita Hayworth – Zu viel vom Leben“, „Sidney Poitier – Der Mann, der Hollywood veränderte“, „Dress Wars“, „Gestohlener Ruhm“
Aktuelle Regiearbeit 2026„UNESCO Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Krakau“
PartnerSchauspieler Oliver Mommsen
Öffentlich als Paar bekanntseit März 2024

Die beruflichen Angaben lassen sich unter anderem über Radio Bremen, arte, Produktionsfirmen und Förderunterlagen von nordmedia nachvollziehen. Ein Geburtsjahr wird hier bewusst nicht genannt, da öffentlich zugängliche ältere Branchenunterlagen unterschiedliche Jahreszahlen aufführen.

Wer ist Katja Runge?

Katja Runge ist eine Fernsehjournalistin und Filmemacherin mit enger Verbindung zu Bremen. Bereits ältere Produktionsunterlagen beschreiben sie als Reporterin, Sprecherin, Moderatorin und TV-Autorin. Für die arte-Fassung des Musikprojekts „Schumann@Pier2 – 3 Schüler 4 Symphonien“ arbeitete sie beispielsweise gemeinsam mit Henning van Lil an Buch und Regie. Die Produktion wurde 2012 ausgestrahlt.

Zu ihren früheren Bildschirmauftritten gehörte auch das damalige Jugend- und Internetformat „NBC GIGA“. In Datenbanken ist Runge unter anderem für die „Local Edition“ und den Bereich „Netbeat“ verzeichnet. Diese frühe Fernseherfahrung passt zu ihrem späteren Berufsweg: Runge kennt die journalistische Arbeit sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Katja Runge bei Radio Bremen und „buten un binnen“

Radio Bremen ist bis heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Auf der offiziellen Autorenseite von „buten un binnen“ werden zahlreiche Beiträge von Katja Runge geführt. Noch im August 2026 erschien dort ein Beitrag über den Denkort Bunker Valentin. Weitere jüngere Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit dem Bremer Nahverkehr, künstlicher Intelligenz in Straßenbahnen, dem Arbeitsalltag von Hausmeistern und Klassenfahrten.

Das zeigt auch die Bandbreite ihrer journalistischen Arbeit. Runge konzentriert sich nicht auf ein einzelnes Ressort. Ihre Beiträge reichen von regionalen Alltagsthemen und gesellschaftlichen Fragen bis zu historischen Stoffen. Gleichzeitig führt ihre Arbeit regelmäßig über Bremen hinaus, insbesondere bei längeren Dokumentarfilmproduktionen.

Von der TV-Journalistin zur Dokumentarfilmregisseurin

Ein wesentlicher Teil von Katja Runges Filmografie besteht aus Dokumentationen und dokumentarischen Serien. Gemeinsam mit Henning van Lil inszenierte sie „Rita Hayworth – Zu viel vom Leben“. Die rund 52-minütige Dokumentation beschäftigt sich mit Leben, Karriere und öffentlichem Image des Hollywoodstars Rita Hayworth. Die Produktion von Bremedia wurde unter anderem für Radio Bremen realisiert und 2021 in Deutschland ausgestrahlt.

Danach widmete sich Runge einem weiteren bedeutenden Hollywoodstar. Für „Sidney Poitier – Der Mann, der Hollywood veränderte“ übernahmen Katja Runge und Henning van Lil Buch und Regie. Der Film entstand als Koproduktion von Florianfilm, Radio Bremen und arte. Gedreht wurde unter anderem in Los Angeles und New York; die arte-Erstausstrahlung fand im Januar 2023 statt.

Poitier eignet sich besonders für Runges dokumentarischen Ansatz, weil sein Leben Filmgeschichte und gesellschaftliche Geschichte miteinander verbindet. Der Schauspieler war nicht nur ein Hollywoodstar, sondern spielte auch eine wichtige Rolle beim Wandel der Darstellung schwarzer Menschen im amerikanischen Kino.

Naturdokumentationen aus Portugal, Italien und Georgien

Parallel zu den biografischen Filmen arbeitete Katja Runge an mehreren Natur- und Reisereihen. Bei „Naturparks in Portugal“ gehörte sie zum Regie- und Autorenteam einer Dokumentarserie über Schutzgebiete, Landschaften und Menschen auf der Iberischen Halbinsel. Produziert wurde die Reihe von Kinescope Film für Radio Bremen beziehungsweise arte.

Auch an „Inseln Italiens – Staffel 2“ war Runge als Regisseurin und Drehbuchautorin beteiligt. Die Serie führt unter anderem auf Pantelleria, den Toskanischen Archipel und weitere italienische Inselregionen. Hinzu kamen Arbeiten an „Nationalparks im Baltikum“ und „Georgiens Nationalparks“.

Für die NDR-Produktion „Georgiens wilde Schönheit – Durch die Bergwelten des Kaukasus“ wird Katja Runge ebenfalls als Autorin genannt. Damit entwickelte sich Natur- und Kulturjournalismus zu einem wiederkehrenden Element ihrer Filmografie.

Wichtige Produktionen von Katja Runge

JahrProduktionFunktion
2012„Schumann@Pier2 – 3 Schüler 4 Symphonien“Buch/Regie der arte-Fassung mit Henning van Lil
2021„Rita Hayworth – Zu viel vom Leben“Regie mit Henning van Lil
2021 ff.„Naturparks in Portugal“Regie/Drehbuch
2022„Inseln Italiens – Staffel 2“Regie/Drehbuch
2023„Sidney Poitier – Der Mann, der Hollywood veränderte“Buch/Regie mit Henning van Lil
2023„Georgiens Nationalparks“Regie
2025„Gestohlener Ruhm: Elizabeth Magie Phillips und Monopoly“Regie mit Henning van Lil
2025„Dress Wars“ / „Uniform, Macht, Mode“Regie mit Henning van Lil
2026„UNESCO Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Krakau“Regie

„Dress Wars“ und die Macht der Kleidung

Mit „Dress Wars“ beziehungsweise „Uniform, Macht, Mode“ wandte sich Runge einem gesellschaftlichen Thema zu. Gemeinsam mit Henning van Lil untersucht sie darin, wie Kleidung Zugehörigkeit, Status, Hierarchie und Individualität beeinflusst. Ein Teil beschäftigt sich mit Dresscodes, Normcore und dem sogenannten „Old Money Style“, ein weiterer mit Uniformen in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Zusammenhängen.

Die Filme zeigen damit eine andere Seite ihrer Arbeit als klassische Naturdokumentationen: Statt Landschaften stehen soziale Regeln und menschliches Verhalten im Mittelpunkt.

„Gestohlener Ruhm“ und die Geschichte hinter Monopoly

2025 führte Runge gemeinsam mit Henning van Lil Regie bei einer Folge der arte/WDR-Reihe „Gestohlener Ruhm“. Im Zentrum steht Elizabeth Magie Phillips, die Anfang des 20. Jahrhunderts „The Landlord’s Game“ entwickelte – jenes Spiel, aus dessen Geschichte später das weltbekannte Monopoly hervorging. Die Dokumentation untersucht, wie ihre Rolle lange hinter der Erfolgsgeschichte anderer Namen zurücktrat.

Katja Runge und Oliver Mommsen

Auch außerhalb ihrer Arbeit für Fernsehen und Dokumentarfilm ist Katja Runge bekannt. Sie ist mit dem Schauspieler Oliver Mommsen liiert, der einem Millionenpublikum vor allem als Nils Stedefreund aus dem Bremer „Tatort“ bekannt wurde.

Runge und Mommsen zeigten sich im März 2024 beim Schlittenhunderennen „Baltic Lights“ auf Usedom erstmals öffentlich als Paar. Medien bezeichneten Runge dabei als Moderatorin und Journalistin von Radio Bremen. Auch 2026 wird sie weiterhin als Partnerin des Schauspielers geführt.

Die Beziehung ist allerdings nur ein Teil ihres öffentlichen Profils. Runges eigene Medienkarriere reicht viele Jahre zurück und umfasst deutlich mehr als ihre Verbindung zu einem bekannten Schauspieler.

Was macht Katja Runge 2026?

Ihre Arbeit als Regisseurin setzt sich 2026 fort. arte führt Katja Runge als Regisseurin der 52-minütigen Dokumentation „UNESCO Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Krakau“. Der Film beschäftigt sich mit der polnischen Stadt zwischen historischem Zentrum, Wawel, Kazimierz und der sozialistischen Planstadt Nowa Huta. Die Dokumentation soll ab 6. September 2026 bei arte verfügbar sein; die TV-Ausstrahlung ist für den 27. September 2026 angekündigt.

Gleichzeitig bleibt Runge im Regionaljournalismus präsent. Ihre Autorenseite bei Radio Bremen dokumentiert Beiträge bis in den August 2026 hinein.

Häufig gestellte Fragen zu Katja Runge

Wer ist Katja Runge?

Katja Runge ist Fernsehjournalistin, Autorin, Moderatorin und Dokumentarfilmregisseurin. Sie arbeitet unter anderem für Radio Bremen und war an zahlreichen Produktionen für arte und die ARD beteiligt.

Ist Katja Runge die Partnerin von Oliver Mommsen?

Ja. Katja Runge und Schauspieler Oliver Mommsen traten im März 2024 erstmals öffentlich als Paar auf.

Für welche Sendung arbeitet Katja Runge?

Sie arbeitet unter anderem als Autorin für das Radio-Bremen-Regionalangebot „buten un binnen“. Dort sind auch 2026 aktuelle Beiträge von ihr veröffentlicht worden.

Welche Dokumentarfilme hat Katja Runge gedreht?

Zu ihren Arbeiten gehören Filme und Serien über Rita Hayworth, Sidney Poitier, portugiesische Naturparks, Georgien, Uniformen und Mode sowie Elizabeth Magie Phillips und die Entstehungsgeschichte von Monopoly.

Hat Katja Runge bei NBC GIGA gearbeitet?

Katja Runge ist in Produktionsdaten zu „NBC GIGA“ als Teilnehmerin beziehungsweise Moderatorin der Local Edition und des Bereichs Netbeat verzeichnet.

Was ist das neueste Projekt von Katja Runge?

Für 2026 führt arte sie als Regisseurin von „UNESCO Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Krakau“.

Fazit

Katja Runge hat sich von der Fernsehreporterin und Moderatorin zu einer vielseitigen Dokumentarfilmregisseurin entwickelt. Ihre Filmografie verbindet Regionaljournalismus mit internationalen Natur-, Kultur- und Gesellschaftsthemen. Produktionen über Rita Hayworth und Sidney Poitier, Dokumentarreihen über europäische Landschaften sowie neuere Arbeiten wie „Dress Wars“, „Gestohlener Ruhm“ und die Krakau-Dokumentation zeigen eine ungewöhnlich breite thematische Spannweite. Ihre Beziehung zu Oliver Mommsen machte ihren Namen zusätzlich bekannt – beruflich steht Katja Runge jedoch seit vielen Jahren auf eigenen Füßen.
starnotiz.de


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